Rip-Strömungen

Rip-Strömungen sind die Ursache für viele Badeunfälle mit tödlichem Ausgang.

Sie sind der Grund für ca. 80% der schwimmerischen Einsätze, die von unseren Rettungsschwimmern durchgeführt werden müssen.

Rip-Strömungen sind tückisch und an der Wasseroberfläche nur selten zu erkennen. Viele Unfälle ereignen sich sogar im brusttiefen Wasser in Ufernähe an Stellen, an denen niemand damit rechnet. Damit sind sie besonders für Kinder, die oftmals unbeaufsichtigt im flachen Wasser in Ufernähe spielen, eine tödliche Gefahr.

Der Wind drückt das Wasser auf den Strand. Dieses fließt unter der Oberfläche ins Meer zurück. Wenn Buhnen, Sandbänke oder andere Hindernisse diesen Rückstrom stören, kann dieser kanalisiert werden, es entstehen Unterwasserströmungen, die auch erwachsenen Männern einfach die Beine wegziehen können.

Selbst kräftige und gute Schwimmer kommen nicht gegen diesen Strom an!

Rip-Strömungen sind urplötzlich da, ändern Richtung und Stärke und verschwinden genau so schnell. Kurz - sie sind absolut unberechenbar.

Tips für das Schwimmen:

Schwimmen Sie nie allein und lassen Sie Ihre Kinder nie allein und ohne Aufsicht schwimmen. Achten Sie besonders auf Kinder und ältere Menschen im Wasser.

Halten Sie beim Schwimmen im Meer immer ausreichend Abstand zu Buhnen, Molen, Sandbänken, Halbinseln oder Löchern im sandigen Untergrund. Das Wasser sucht sich immer den einfachsten Weg, zurück ins Meer zu gelangen, deshalb ist die Strömungsgefahr an diesen "Unterbrechungen" besonders groß! Werden Sie nicht zu einem Teil dieser unberechenbaren Bewegungen.

Überlebens-Tipps in Rip-Strömungen:

Wenn Sie in einer Rip-Strömung sind: Behalten Sie unbedingt Ruhe, Sie brauchen jetzt ihre Energie und einen klaren Kopf. Sie wollen überleben !!! Kämpfen Sie deshalb nie gegen die Strömung an !!!

Schwimmen Sie dann parallel zum Strand seitlich aus der Strömung heraus. Der direkte Weg aus dem Wasser zum Strand ist meist der falsche Weg! Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind, lassen Sie sich ruhig auf dem Wasser treiben. Wenn Sie sich aus der Rip-Strömung befreit haben, schwimmen Sie langsam in Richtung Strand.

Sollten Sie nicht in der Lage sein, den Strand zu erreichen: Drehen Sie sich Richtung Strand, bewegen Sie ihre Arme und rufen Sie um Hilfe.

Wichtig: Falls Sie vom Strand aus jemanden im Wasser sehen, der sich in Not befindet, suchen Sie die Rettungsschwimmer und organisieren Sie den Notruf.

Quelle: blausand.de