Schnitt- und Schürfwunden

Bei einer kleinen, gar nicht oder nur schwach blutenden Wunde reicht ein Pflaster aus. 

Blutet die Wunde jedoch stark, legt man einen Druckverband an. Die Stillung der Blutung hat Vorrang vor einer Desinfektion! Es ist sofort Hilfe zu rufen.

Da starke Blutungen auch lebensbedrohlich werden können, zögern Sie nicht, erste Maßnahmen einzuleiten.

In der Wunde befindliche Fremdkörper, wie z.B. eingetretene Muschelschalen oder Glasscherben, verbleiben in der Wunde. Sie werden später vom Arzt entfernt.

Das verletzte Körperteil sollte man nach Möglichkeit hoch lagern, um den austretenden Blutstrom zu verlangsamen. 

Als nächstes drückt man die Wundränder zusammen um das Ausströmen von Blut zu vermindern. Dann legt man etwas als Wundauflage auf. Da in der Regel kein Verbandskasten zur Hand ist, muss man auf alternative Mittel, wie Taschentücher oder Handtücher o.ä. zurück greifen.

Diese Auflage wird mit geeignetem Material auf der Wunde fest fixiert.

Abschürfungen

Kleinere Abschürfungen sind zwar schmerzhaft, heilen aber eigentlich unproblematisch von allein. Sollten jedoch Fremdkörper in der Wunde sein oder die Wunde verschmutzt sein, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Großflächige blutende Schürfwunden werden steril abgedeckt und auf jeden Fall einem Arzt vorgestellt, denn hier ist eine erhöhte Infektionsgefahr gegeben.