Unterkühlung

Anzeichen für eine Unterkühlung ist das sogenannte Muskelzittern. Betroffene Personen haben eine "Gänsehaut" und zittern stark. Die vermehrte Muskelarbeit bewirkt eine erhöhte Wärmeproduktion.

Insbesondere Kinder, die zu lange im Wasser waren, sind betroffen. Die Gefahr der Unterkühlung am Strand besteht besonders im Frühjahr, wenn die Ostsee noch kalt ist. Aber auch Erwachsene, die z.B. zu weit raus geschwommen sind, können betroffen sein. In diesem Zusammenhang können auch Erschöpfung und Alkoholgenuss eine Rolle spielen.

Unterkühlte Personen sollten möglichst wenig bewegt werden, um eine Umverteilung des kalten Blutes aus den Extremitäten in den Körperkern zu vermeiden.

Aktive Wärmezuführung, wie z. B. "warmrubbeln" oder Wärmflaschen sollte vermieden werden.

Warme (nicht heiße!), gezuckerte Getränke (Tee) können gegeben werden, wenn der/die Betroffene selbst in der Lage ist, sie zu sich zu nehmen..

Weiteres Auskühlen sollte durch wärmende trockene Kleidung, Decken o.ä. verhindert werden.

Steht eine Rettungsdecke am Strand zur Verfügung, kommt bei der Anwendung die silberne Seite zum Körper der betroffenen Person. Die Rettungsdecke isoliert aber nicht, daher ist der betroffenen Person eine Decke oder ein Handtuch unterzulegen.

Kommt es zu Bewusstseinsstörungen und unregelmäßiger Atmung, ist ein Notruf abzusetzen (Rettungsschwimmer , Notruf 112)