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Erste Selbst-Hilfe am Strand

In diesem Bereich gehen wir auf ausgewählte Standardsituationen aus dem Bereich der Ersten Hilfe ein, die besonders am Strand auftreten können.

Zögern Sie nicht, uns Rettungsschwimmer zu alarmieren. Bis zu unserem Eintreffen kann aber schon wertvolle Zeit vergehen, die Sie selbst mit diesen Hinweisen und eigenen geeigneten Mitteln überbrücken können.

Gut gerüstet ist, wer ein kleines Erste-Hilfe-Set dabei hat, das es für ein paar Euro überall zu kaufen gibt.

Gerötete Haut, in Verbindung mit jucken, brennen und spannen der betroffenen Hautstellen - einen Sonnenbrand kennt jeder.

Wer die ersten Symptome feststellt, sollte als erstes eins tun:

Sofort raus aus der Sonne!

Insbesondere Kinder sollte man im Auge behalten.

Bevor die Haut der UV-Strahlung erneut ausgesetzt wird, sollte der Sonnenbrand vollständig ausgeheilt sein.

Bei Übelkeit, Fieber oder Kopfschmerzen, oder wenn auf der Haut Blasenbildung auftritt - sofort zum Arzt!

Es droht möglicherweise ein Sonnenstich

Um die Schmerzen zu lindern sollte die Haut gekühlt werden.

Eine kalte Dusche, kühle Wickel o.ä. helfen.

Wichtig ist auch, viel zu trinken, da die geschädigte Haut viel Feuchtigkeit braucht, um sich zu erholen. Nehmt viel Mineralwasser zu euch, meidet alkoholische oder zuckerhaltige Getränke.

Am besten ist, sich so zu verhalten, das ein Sonnenbrand gar nicht erst auftritt. Das heißt:

  • Dauerhafte, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, ggf. Kopfbedeckung tragen,
  • ausreichend trinken,
  • zweckmäßige Kleidung,
  • kein Sonnenbad in der Mittagshitze,
  • Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor vor dem Sonnenbad auftragen.

Betroffen sind neben anderen Personen oftmals Kinder und Säuglinge, sowie Personen mit wenig Kopfbehaarung nach längerem Aufenthalt in der Sonne.

Die direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf führt zu einer Hirnhautreizung, diese nennt man auch Sonnenstich.

Diese Anzeichen lassen auf einen Sonnenstich schließen:

  • hochroter, heißer Kopf aber kühle Körperhaut
  • Unruhe und Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl
  • steifer Nacken
  • Bewusstseinsschwund oder Bewusstlosigkeit

Und so können Sie helfen:

  • Kopf des Patienten mit feuchten Tüchern kühlen
  • kühlen und schattigen Ort aufsuchen, Sonnenschirm, ...
  • Patienten mit erhöhtem Oberkörper lagern
  • Kontrolle der Vitalfunktionen (Atmung, Kreislauf)

Insektenstiche an sich sind im Grunde ungefährlich. Aber sie sind unangenehm und jucken, manchmal schmerzen sie auch. In der Regel bekommt man die Auswirkungen durch Kühlen in den Griff.

Ernster wird es, wenn Allergien ins Spiel kommen, Insektenstiche im Halsbereich auftreten oder gar Insekten verschluckt werden. Dann kann die Situation durch das Anschwellen der Schleimhäute im Mundbereich schnell lebensbedrohlich werden. Es kann Erbrechen und Atemnot auftreten.

Bei Stichen an Armen und Beinen oder am Körper:

  • kühlen,
  • nicht kratzen,

Bei Stichen im Bereich von Mund oder Hals:

  • feucht-kalte Umschläge um den Hals, aber nicht zu eng,
  • kalte Getränke in kleinen Schlucken verabreichen,
  • Notruf 112.

Anzeichen für eine Unterkühlung ist das sogenannte Muskelzittern. Betroffene Personen haben eine "Gänsehaut" und zittern stark. Die vermehrte Muskelarbeit bewirkt eine erhöhte Wärmeproduktion.

Insbesondere Kinder, die zu lange im Wasser waren, sind betroffen. Die Gefahr der Unterkühlung am Strand besteht besonders im Frühjahr, wenn die Ostsee noch kalt ist. Aber auch Erwachsene, die z.B. zu weit raus geschwommen sind, können betroffen sein. In diesem Zusammenhang können auch Erschöpfung und Alkoholgenuss eine Rolle spielen.

Unterkühlte Personen sollten möglichst wenig bewegt werden, um eine Umverteilung des kalten Blutes aus den Extremitäten in den Körperkern zu vermeiden.

Aktive Wärmezuführung, wie z. B. "warmrubbeln" oder Wärmflaschen sollte vermieden werden.

Warme (nicht heiße!), gezuckerte Getränke (Tee) können gegeben werden, wenn der/die Betroffene selbst in der Lage ist, sie zu sich zu nehmen..

Weiteres Auskühlen sollte durch wärmende trockene Kleidung, Decken o.ä. verhindert werden.

Steht eine Rettungsdecke am Strand zur Verfügung, kommt bei der Anwendung die silberne Seite zum Körper der betroffenen Person. Die Rettungsdecke isoliert aber nicht, daher ist der betroffenen Person eine Decke oder ein Handtuch unterzulegen.

Kommt es zu Bewusstseinsstörungen und unregelmäßiger Atmung, ist ein Notruf abzusetzen (Rettungsschwimmer, Notruf 112).

Schnitt- und Schürfwunden

Bei einer kleinen, gar nicht oder nur schwach blutenden Wunde reicht ein Pflaster aus. 

Blutet die Wunde jedoch stark, legt man einen Druckverband an. Die Stillung der Blutung hat Vorrang vor einer Desinfektion! Es ist sofort Hilfe zu rufen.

Da starke Blutungen auch lebensbedrohlich werden können, zögern Sie nicht, erste Maßnahmen einzuleiten.

In der Wunde befindliche Fremdkörper, wie z.B. eingetretene Muschelschalen oder Glasscherben, verbleiben in der Wunde. Sie werden später vom Arzt entfernt.

Das verletzte Körperteil sollte man nach Möglichkeit hoch lagern, um den austretenden Blutstrom zu verlangsamen. 

Als nächstes drückt man die Wundränder zusammen um das Ausströmen von Blut zu vermindern. Dann legt man etwas als Wundauflage auf. Da in der Regel kein Verbandskasten zur Hand ist, muss man auf alternative Mittel, wie Taschentücher oder Handtücher o.ä. zurück greifen. Diese Auflage wird mit geeignetem Material auf der Wunde fest fixiert.

Abschürfungen

Kleinere Abschürfungen sind zwar schmerzhaft, heilen aber eigentlich unproblematisch von allein. Sollten jedoch Fremdkörper in der Wunde sein oder die Wunde verschmutzt sein, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Großflächige blutende Schürfwunden werden steril abgedeckt und auf jeden Fall einem Arzt vorgestellt, denn hier ist eine erhöhte Infektionsgefahr gegeben.

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